Heinrich von Kleist
Wer zerbrach den Krug – wie geschah es und warum? Nicht die Wahrheit zählt, sondern die Dreistigkeit, mit der gelogen und Machtpositionen ausgenutzt werden.
„Astrid Sacher brillierte in Kleists „Der zerbrochene Krug“ mit einem Ein-Personen-Stück ... Allein durch die Wandlungsfähigkeit der exzellenten Schauspielerin verließ der Klassiker die oberflächliche Ebene, ging viel tiefer, entlarvte das schändliche Treiben des Dorfrichters vom ersten Moment an, ließ tief blicken in die Seele des Staatsdieners, der Dreck am Stecken hat und dafür andere verurteilen möchte.“ (WNOZ) .
Mit Respekt, Tempo und großer Schauspielkunst entfaltet sich ein Dorfkrimi voller Lügen, falscher Verdächtigungen, Ausreden und Enthüllungen. Kleists brillante Sprache wird dabei lebendig, verständlich und unmittelbar erfahrbar. In bewährter Zusammenarbeit haben Regisseur Jürgen Flügge und Schauspielerin Astrid Sacher die Scherben des Krugs untersucht und zusammengefügt und präsentieren einen Klassiker mit hochaktuellen Thema und lustvollen Blick in gesellschaftliche Abgründe.
Die Geschichte ist bekannt: In einem kleinen Dorf soll der Dorfrichter Adam einen Fall aufklären – ein Krug wurde zerbrochen, eine junge Frau kompromittiert. Doch bald wird klar: Der Richter selbst ist der Schuldige.
Wie schon zuvor bei „Faust“, oder dem „Besuch der alten Dame“ schafft Sacher mit minimalen Mitteln, großer Wandlungsfähigkeit und präzisem Spiel eindrucksvolle Theatererlebnisse die komplexe Werke verständlich und emotional erfahrbar machen.
Für Menschen ab 15 Jahren.
Gefördert durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration RLP
Regie: Jürgen Flügge • Spiel: Astrid Sacher
Ausstattung Bühne und Kostüm: kisa – Kirsten Sauer • Fotos: Peter Hahn