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Home Jugendtheater in französisch Presse und Kritiken

Baumholder 2001

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Rendez-vous: Paris

(aus der Sicht der Schülerinnen Julia Kubba und Julia Weidl, Klasse 9b)

Im Jugendzentrum Baumholder wurde am 04.05.2001 ein Theaterstück, das vom Förderverein der Realschule finanziell unterstützt wurde, in Französisch aufgeführt. Die Französischschüler und -rinnen der Klassen 6 - 10 der Realschule nahmen daran teil. Das Stück "Rendez-vous: Paris" wurde von Frédéric Camus und Astrid Sacher vom Knirpstheater dargeboten.

Was das Internet nicht alles mit sich bringt...

Es ist die Verbindung und Kommunikationsmöglichkeit der ganzen Welt. So lernten sich auch Victor Noir, ein Franzose, und Viktoria, eine Deutsche kennen. Sie unterhielten sich per E-Mail und machten ein "Rendez-vous: Paris" aus. Obwohl Victor selbst den Ort und die Zeit bestimmte, erschien er nicht. Da er Viktoria eine Beschreibung seines Stadtbezirkes, in dem er wohnte, per E-Mail geschickt hatte, suchte sie mit Hilfe dieser Nachricht Victor in ganz Paris. Sie reiste durch die ganze Stadt und lernte so die unterschiedlichsten Leute kennen. Am Ende ihrer Suche nach Victor Noir kommt sie auf dem "Cimetière du Père-Lachaise" an, dem bekanntesten Friedhof von ganz Paris. Dort erfährt sie von Victor Leblanc, dass Victor Noir, ein toter Journalist ist, der die Frauen mit seiner Männlichkeit nur so anzieht. Victor Leblanc erzählt Viktoria auch, dass er gerne so wie Victor Noir wäre. Er ist offensichtlich der Victor, den Viktoria im Internet kennen lernte und der den Namen nur als Nickname im Internet benutzte.

Im ganzen kann man das Theaterstück empfehlen. Es war wegen der eingearbeiteten deutschen Textstellen auch für die jüngeren Teilnehmer gut verständlich und hat den meisten Schülern sehr gefallen. Durch Miteinbringung des Publikums wurde das Stück umso interessanter.

Baumholder 2001

 

 

Französisches Theater am WHG

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Am Mittwoch den 16.05.2007 war es soweit. Das „Knirpstheater“ aus Bad Ems hat am WHG mit seinem französischen Stück „Rendez-vous: Paris“ gastiert. Alle Französischschüler der Sekundarstufe 1 kamen in zwei aufeinanderfolgenden Vorstellungen in den Genuss das Stück sehen zu können.
Die Skepsis vieler Schüler, die befürchteten kaum etwas zu verstehen, verflog schon in den ersten Minuten. Auch Langeweile kam während der 90-minütigen Vorstellung kaum auf... Die Schauspieler agierten in diesem „Zwei-Mann-Stück“ äußerst schwungvoll und in ständig wechselnden Rollen und Kostümierungen. An Stellen, an denen sprachliche Schwierigkeiten entstehen konnten, wurden deutsche Übersetzungen geschickt in das Stück integriert. Auch sprachlich versiertere Schüler kamen aber durchaus auf ihre Kosten: Konnten sie doch den Gedichten des Poeten folgen oder einigen Passagen im „français parlé“.

Ganz nebenbei waren die Zuschauer bei einer recht ungewöhnlichen „tour de Paris“ dabei, die nicht zu den touristischen Attraktionen, aber zu durchaus reizvollen, wenn auch unbekannteren Plätzen und „quartiers“ von Paris führte.

Nur in einer Hinsicht wurden die Schülerinnen und Schüler vielleicht enttäuscht: Ein gemütliches Zurücklehnen und „Konsumieren“ des Stücks war nur bedingt möglich. Ehe sie sich versahen, waren einige plötzlich auf der Bühne und mittendrin im Geschehen ....

Bad Dükheim, den 21.05.2007
gez. Silke Immesberger

 

Bittere und traurige Liebesgeschichte

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Astrid Sacher überzeugte bei der Aufführung im Amtskeller als "Winnie", die in Becketts Stück "Glückliche Tage" die tragende Rolle hat.

Vom 06.10.2008

OPPENHEIM Im Rahmen der Festspiele feierte das Ensemble PG-Gretchen jetzt Premiere mit Samuel Becketts "Glücklichen Tagen". Das Stück zeigt die bittere und traurige Liebesgeschichte von Winnie und Willie.

Von Bergund Hilgers

Das Drama ist eigentlich ein "Ein-Frau-Stück", denn Winnie (Festspielleiterin Astrid Sacher) ist - bis auf ganz wenige Ausnahmen - die einzige, die spricht. Bis zu ihrer Taille in einem Erdhügel vergraben, ist sie in der Wüste unter freiem Himmel dem grellen Licht ausgesetzt. In ihrem Rücken, meist verborgen hinter einem Erdhügel, lebt ihr Ehemann Willie (Frédéric Camus), der schläft oder Zeitung liest und schweigt. Winnie überdeckt die Leere in ihrem Leben mit Reden. Solange sie redet, existiert sie und kann weitere glückliche Tage genießen. Doch allein die Präsenz der beiden Personen auf der Bühne, gekoppelt mit dem Fehlen von Gesprächen, spiegelt ihre traurige Geschichte wider, so real wie irreal, so zum Lachen wie zum Weinen.

Für Winnie gilt das Prinzip Hoffnung: Beim Zelebrieren ihrer täglichen Rituale wie Beten, Zähne putzen, Schminken und Brille putzen gleitet sie in schöne Erinnerungen und Träume ab und kann so erfolgreich ihre Angst vor Vereinsamung, Leere und Vergänglichkeit verdrängen. "Weißt du, was ich manchmal träume, Willie? Dass du auf diese Seite herumkommst und lebst, wo ich dich sehen könnte", wünscht sie sich vergeblich. Und sie hilft sich mit Sätzen wie "Keine Besserung, keine Verschlimmerung, keine Veränderung." Immer wieder findet Winnie in ihrer trostlosen Situation Anlässe, sich glücklich zu fühlen. Eine krabbelnde Ameise, ein knappes Wort ihres Mannes oder ein Gedicht lassen sie ihren Optimismus behalten. Selbst als sie am Ende nur noch ihre Augen bewegen kann, bleibt sie dennoch zuversichtlich: "Was macht das schon, sage ich immer, es wird ein glücklicher Tag, ein glücklicher Tag gewesen sein, trotz allem wieder ein glücklicher Tag." In ihrer äußersten Trostlosigkeit wirkt Winnie auf groteske Weise komisch.

Das 1961 geschriebene Stück "Glückliche Tage" gehört zu den bekanntesten Werken von Samuel Beckett (1906 bis 1989). Er wurde vor allem bekannt durch sein Theaterstück "Warten auf Godot", das 1953 uraufgeführt wurde und die Stilrichtung des "Absurden Theaters" mit prägte. 1969 erhielt Beckett für sein umfangreiches Werk den Nobelpreis.

Für Cornelia Brem-Pfeffer, Beigeordnete für Kultur in Oppenheim, ist Samuel Becketts "Glückliche Tage" ein Kennzeichen unserer Zeit mit hochaktuellem Inhalt. "Wir überleben oft scheinbar durch das Aufrechterhalten von Ritualen und durch das Prinzip Hoffnung", sagte sie nach der Premiere. "Beckett ist sehr aktuell und ich bin froh, dass sich Kulturausschuss und Stadtrat für dieses Stück entschieden haben."

Oppenheim, 2008

 

Eine Baustelle für Beckett

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Feuilleton MainRheiner (AZ)

Eine Baustelle für Beckett

Vom 07.10.2008

bhi. OPPENHEIM Mit Becketts "Glücklichen Tagen" feierte jetzt im Rahmen der diesjährigen Oppenheimer Festspiele die zweite Eigenproduktion Premiere. Das karge Steingewölbe des Oppenheimer Amtsgerichtskellers bietet das passende Ambiente für Becketts bittere Liebesgeschichte von Winnie und Willie und die Grundfragen des menschlichen Daseins. Die Bühne ähnelt einer Baustelle mit umgekippter Schubkarre, einem Haufen Backsteinen und dem Gerippe eines Baumes. Von der Taille abwärts unbeweglich sitzt Winnie (Astrid Sacher) und redet, während Ehemann Willie (Frédéric Camus) in ihrem Rücken - versteckt hinter einem dicken, braunen Schlafsack - schläft, Zeitung liest oder schweigt.

In der Rolle der Winnie liefert die Schauspielerin und Leiterin der Oppenheimer Festspiele, Astrid Sacher, eine wahre Glanzleistung ab. Sie hat ihre Beine - anders als bei Beckett, wo sie in einem Sandhaufen versinkt - in einem Camping-Tischchen versteckt. Zum größten Teil hat sich Regisseur Christian Lugerth sonst aber an die detaillierten Regieanweisungen des irischen Autors gehalten.

In diesem Jahr steht Christian Lugerth bei den Festspielen nicht als Schauspieler auf der Bühne, führte dafür aber bereits bei der ersten Eigenproduktion, "Bandscheibenvorfall" von Ingrid Lausund, Regie. Das Ensemble der Oppenheimer Eigenproduktionen formiert sich in jedem Jahr neu. Die Akteure sind in der festspielfreien Zeit in anderen Ensembles oder auch als Solisten zu sehen. Auch Frédéric Camus und Astrid Sacher treten mit deutsch-französischen Produktionen bundesweit auf.

 

Winnie redet viel und fühlt sich glücklich

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Astrid Sacher und Frédéric Camus als Winnie und Willie überzeugten ihr Publikum am Freitag im Kulturkeller Oppenheim bei der Premiere des Theaterstücks „GlücklicheTage“ von Samuel Becketts. Winnie redet und redet. Über Gott und die Welt, ihre Tagesordnung, die Schwerkraft und vergangene Zeiten ihrer Ehe. In gelegentlichen Pausen kramt sie in ihrer Tasche, holt Zahnbürste, Lippenstift oder Spiegel hervor, und vollzieht damit sorgfältig ihre Alltagsrituale.Ehemann Willie liegt hinter ihr und schläft die meiste Zeit. Dann und wann steht er schwerfällig auf, liest ein wenig in der Zeitung, legt sich wieder hin.

Auf Winnies häufige Fragen antwortet er nur sporadisch, selten im ganzen Satz. Doch Winnie wähnt sich glücklich. „Was würde ich nur tun, wenn du nicht da wärst?“, fragt sie, denn: Zu wissen, dass da jemand ist, der ihr theoretisch zuhören könnte („…ich meine, nicht, dass du es praktisch tätest…“), genügt ihr, um sich nicht einsam zu fühlen. Jeder kleine Anlass - ein brummiges „Ja“ von Willie, eine krabbelnde Ameise, ein prüfender Blick in den Spiegel - reicht ihr aus, glückliche Momente zu sammeln. So dass sie immer wieder sagen kann: „Was macht das schon, sage ich immer, es wird ein glücklicher Tag gewesen sein, trotz allem, wieder ein glücklicher Tag.“ Mit dieser Eigenproduktion unter der Regie von Christian Lugerth hat das Festspielensemble pg-gretchen ein Experiment gewagt und erstmals ein Stück aus der Sparte „absurdes Theater“ ins Programm der Festspiele gebracht. „Alttägliches“ einer Ehe Samuel Beckett, 1969 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, verarbeitet in seinen Stücken die Absurdität des 20. Jahrhunderts und zeigt in tragikomischer Weise Grundzüge und Eigenarten der menschlichen Existenz. Das 1961 uraufgeführte Stück „Glückliche Tage“ gehört zu seinen meistgespielten Werken und ist nach wie vor aktuell. So fände man darin ebenso die „alltägliche Kommunikationslosigkeit mancher Ehen“, sowie das „Prinzip Hoffnung im Aufrechterhalten von Ritualen“ wieder, so Stadtratsbeigeordnete Cornelia Brem-Pfeffer. Astrid Sacher, zugleich künstlerische Leiterin der Spiele, und Frédéric Camus stellen Winnie und Willie auf so eindringliche und grotesk-humorvolle Weise dar, dass der Zuschauer sich ebenso davon unterhalten lassen, wie darin wieder finden kann.

 


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